CSR, Umwelt, Nachhaltigkeit

Die CSR-Berichtspflicht

Veröffentlicht am:  | Lesezeit: 6 Minuten

Seit dem 1. Januar 2024 gilt bezüglich der Berichtsperiode 2023 für Unternehmen die CSR-Berichtspflicht. Unter CSR versteht man die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen gegenüber der Öffentlichkeit und ihren Stakeholdern. Indem sie eine CSR-Strategie entwickeln, beweisen Unternehmen, dass sie sich dem Umweltschutz sowie sozialen Belangen widmen.

Diesem Anspruch wird auch Tissue Expert gerecht. Denn: Wir setzen nicht nur auf eine nachhaltige Produktion und innovative Technologien. Das CSR-Management zieht sich wie ein roter Faden durch unsere gesamte Unternehmensstruktur.

Wofür CSR steht und inwiefern wir der CSR und ESG-Nachhaltigkeitsberichtserstattung nachkommen, erfahren Sie in diesem Beitrag. Zudem erläutern wir, welche Kriterien Unternehmen erfüllen und welche Maßnahmen sie ergreifen müssen, um volle Transparenz zu vermitteln. Wichtig ist nämlich, dass Unternehmen durch gezielte CSR-Kommunikation Einblicke in ihre Maßnahmen geben, und so Vertrauen und Transparenz schaffen.

CSR - eine Definition

Die Europäische Kommission hat die CSR „[…] als ein Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren“ definiert.

Was genau versteht man unter CSR?

Die Abkürzung CSR steht für Corporate Social Responsibility. Um dieser Verantwortung nachzukommen, veröffentlichen einige Unternehmen einen CSR-Nachhaltigkeitsbericht und eine entsprechende Strategie. Bei der Berichtspflicht geht es hauptsächlich um folgende Themen:

  • Nachhaltigkeit
  • Themen wie Sozial-, Arbeitnehmer-, Umweltbelange
  • die Achtung der Menschenrechte, sowie
  • die Bekämpfung von Bestechung und Korruption.


Demnach verpflichten sich Unternehmen im Bereich CSR zu engagieren und diesen als essenziellen Faktor des eigenen Erfolgs zu verstehen. Denn: CSR ist nicht nur eine zusätzliche Richtlinie, die dann berücksichtigt wird, wenn Kapazitäten übrigbleiben. Stattdessen beeinflusst sie das Kerngeschäft und die damit verbundenen Prozesse maßgeblich. Zu diesen Aktivitäten zählen unter anderem die Mindeststandards der Lieferkette, die allgemeine Arbeitssicherheit und die Optimierung der Energieeffizienz sowie Mitarbeiterzufriedenheit.

Welche Verantwortungsbereiche gibt es beim CSR?

Zu den drei Verantwortungsbereichen des CSR zählen: Wirtschaft, Soziales und Ökologie. Diesen werden Unternehmen konkret wie folgt gerecht:

  • Wirtschaftliche Nachhaltigkeit umfasst beispielsweise einen fairen Handel, den sparsamen Einsatz von Ressourcen oder die Optimierung der Prozesseffizienz.
  • Ökologische Nachhaltigkeit zielt hingegen auf den Umwelt- und Naturschutz, die Berücksichtigung gesundheitlicher Auswirkungen auf Verbraucher und sonstige Betroffene sowie die Schonung natürlicher Ressourcen ab.
  • Im Rahmen der sozialen Nachhaltigkeit spielen die Interessen der Mitarbeiter, der Schutz der Würde des Menschen und soziale Gerechtigkeit eine große Rolle.

Die Richtlinie zur Erweiterung der Berichterstattung wurde 2014 verabschiedet und betraf bislang ausschließlich große, kapitalmarktorientierte Unternehmen. Anschließend wurden die betrieblichen Anpassungen 2017 in Deutschland als CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz verabschiedet. Seither besteht für einen Großteil der deutschen Unternehmen die Pflicht, einen nichtfinanziellen CSR-Bericht zu erstellen und zu veröffentlichen.

Wer ist CSR-pflichtig?

Zu den großen, CSR-pflichtigen Unternehmen zählen all jene, die mindestens zwei der drei folgenden Kriterien erfüllen.

  • Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern
  • Unternehmen mit einem Nettoumsatzerlös von mindestens 50 Millionen Euro
  • Unternehmen mit einer Bilanzsumme von mindestens 25 Millionen Euro

Zudem sind kleine bis mittlere kapitalmarktorientierte Unternehmen CSR-pflichtig, die mindestens zehn Mitarbeiter beschäftigen. Die neuen Vorschriften sind zu unterschiedlichen Zeitpunkten verpflichtend. Je nachdem, in welche Kategorie das betreffende Unternehmen fällt:

  • Die neue CSR-Richtlinie ist ab dem 1. Januar 2024 für jene Unternehmen verpflichtend, die ihr bereits unterliegen.
  • Die neue CRS-Richtlinie ist ab dem 1. Januar 2025 für große Unternehmen verpflichtend, die ihr bislang noch nicht unterlagen. Als groß gilt ein Unternehmen dann, wenn es die Kriterien im obigen Abschnitt erfüllt.
  • Die neue CRS-Richtlinie ist ab dem 1. Januar 2026 für kleine, börsennotierte KMU, firmeneigene Versicherungsunternehmen und nicht komplexe Kreditinstitute verpflichtend.

Was ist der Unterschied zwischen CSR und Nachhaltigkeit?

Oftmals werden die Begriffe Nachhaltigkeit und CSR synonym verwendet. Allerdings ist CSR nur ein Teilbereich der Nachhaltigkeit. Letztere beschreibt einen holistischen Ansatz mit dem Ziel, aktuelle Bedürfnisse ohne negative Auswirkungen für zukünftige Generationen zu befriedigen. Während der Begriff der Nachhaltigkeit also nicht nur die Umwelt, sondern auch soziale Bereiche und die Wirtschaft betrifft, ist der Begriff CSR enger gefasst. Bedeutet: CSR bezeichnet die Unternehmensverantwortung und dessen konkreten Beitrag in Bezug auf nachhaltiges Wirtschaften.

Ist CSR gleich ESG?

Auch die Abkürzungen CSR und ESG sollten nicht synonym verwendet werden. Die Corporate Social Responsibility ist das Bewusstsein eines Unternehmens, dass es eine Verantwortung gegenüber Mensch und Natur trägt, und dementsprechend handeln sollte. Demnach bezeichnet CSR eine grundlegende Haltung und ein Mindset, das sich im Unternehmensmanagement widerspiegelt.

ESG steht hingegen für ‚Environmental, Social, Governance‘ und steht für einen konkreten Handlungsansatz. Dementsprechend gibt ESG spezifische Aktionen vor, die verdeutlichen, dass sich das Unternehmen seiner Verantwortung bewusst ist. ‚Environmental‘ steht für Umweltschutz, ‚Social‘ für soziale Gerechtigkeit und ‚Governance‘ für eine gute Leitung und Überwachung des Unternehmens. Diese Schwerpunkte werden in der Wesentlichkeitsanalyse der ESG-Strategie berücksichtigt.

Welche Vorteile hat CSR für Unternehmen?

Ein Handeln gemäß der Corporate Social Responsibility wirkt sich für Unternehmen nicht nur positiv auf deren Image aus. Es optimiert außerdem interne Prozesse, die Mitarbeiterzufriedenheit, die eigene Effizienz sowie viele weitere Bereiche. Die Gründe, CSR im eigenen Unternehmen zu integrieren, sind vielfältig.

  • Imageförderung: Indem sich Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind und dieser durch verschiedenste Maßnahmen nachkommen, wirken sie vertrauenswürdiger. Auf Kunden, Lieferanten, Beschäftigte und sonstige Stakeholder. Das resultierende positive Image sorgt für eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit und Kundenloyalität. Letztere beiden Faktoren tragen maßgeblich zum Erfolg einer Firma bei.
  • Effizienzsteigerung: Dank CSR liegt der Fokus auf Innovationen, Prozessoptimierungen und einer allgemeinen Effizienzsteigerung. Hierdurch erfüllen Unternehmen nicht nur die Leitsätze des CSR – sie erlangen außerdem wertvolle Wettbewerbsvorteile. Schließlich können sie ihren Kunden bessere Produkte bieten, die mit weniger Rohstoffen und Ressourcen produziert wurden.
  • Positives Arbeitsklima: Durch spezifische CSR-Maßnahmen werden Risiken minimiert und dadurch die Sicherheit am Arbeitsplatz erhöht. Die Umsetzung von CSR-Aktivitäten wirkt sich außerdem auf die Unternehmenskultur Hierdurch wird die Mitarbeiterbindung gesteigert. Darüber hinaus achten einige Bewerber heutzutage darauf, wie nachhaltig ein Unternehmen operiert. Demnach tun Firmen, die sich dem CSR verpflichten, nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern sind auch attraktivere Arbeitgeber.

Welche Beispiele gibt es für CSR?

Im Folgenden zählen wir einige CSR-Aktivitäten auf, die Arbeitgeber in ihrem Betrieb integrieren können. Unter anderem sind das:

  • Faire Löhne
  • Gesundheitsprogramme für Beschäftigte
  • Förderung von Diversity und Gleichstellung
  • Spenden
  • Unterstützung von Stiftungen
  • Einsatz regenerativer Energien
  • Recyclingmaßnahmen
  • Nutzung umweltfreundlicher Transportmittel.

Dementsprechend bietet Tissue Expert Hygieneartikel wie Toilettenpapier, Küchenrollen oder Inkontinenzartikel mit sauberem Gewissen. Denn: Wir setzen auf Ressourceneffizienz, innovative Technologien und eine Reduktion unseres ökologischen Fußbadrucks. Wie uns das gelingt? Indem wir Umweltschutz-Projekte unterstützen, auf recycelte Materialien und nachhaltige Verpackungen setzen. Doch das war noch nicht alles: Unsere Produkte liefern wir klimafreundlich mit DHL GoGreen.

Das bezeugen auch die zahlreichen Zertifizierungen, die Tissue Expert im Laufe der Jahre erhalten hat. Darunter das FSC-Siegel, welches den Einsatz von Zellstoffen aus nachhaltiger Waldwirtschaft bestätigt. Oder das Umweltzeichen ‚Blauer Engel‘, welches bezeugt, dass unsere Produkte gesundheits- und umweltschonend sind. Erfahren Sie mehr darüber, wie Tissue Expert seine CSR-Ziele im Sinne der Nachhaltigkeit erreicht.

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